Talks

Informationen zu den Talks 2022 folgen in Kürze.

Das Headquarter des tipBerlin FOOD FESTIVALs befindet sich im Clärchens Ballhaus in Mitte, sehr zentral gelegen.
Im wunderschönen Spiegelsaal mit viel Patina und Aura werden in diesem Jahr die Talk-Runden veranstaltet. Bekannte Protagonisten der Berliner Gastroszene stehen auch 2022 hier auf der Bühne und diskutieren in Panels darüber, was die Berliner Gastronomie derzeit bewegt. Moderiert werden auch 2022 die Talks von den tipBerlin Gastro-Redakteur:innen.

Rückblick 2021

Moderation: Peter Eichhorn

Selbstständiger Food-Journalist – zum Thema:
Berlin und seine kulinarische Kultur – Blick zurück und Blick nach vorn

Es war einmal: Da lernte Friedrich der Große als Kronprinz das Brauerhandwerk und liebte Teltower Rübchen. Dann kamen Eisbein, Döner, die sphärische Olive und brutal lokal. Berlin ist heute endlich mehr als nur Molle, Bulette und Solei. Gourmet-Tempel trifft Streetfood, Späti trifft Premium-Cocktailbar. Lebendig und international, experimentell und köstlich. Was zeichnet Berlins Gastro-Szene aus? Ist sie Original oder nur Kopie? Wo steht sie? Wo kommt sie her? Wo will sie hin? Werden wir plaudern, diskutieren oder gar streiten? Entscheiden Sie selbst!

Fabian Fischer

1988 in Hannover geboren. Parallel zu seinem BWL-Studium schlug sein Herz für die Gastronomie im Borchardt, Café am Neuen See, Pan Asia, Kempinski Berlin und im Grosz. 2017 gründete er das Bricole. Im Mai 2021 kam für den Selfmade-Sommelier als Herzensprojekt der Weinladen Lorem & Ipsum dazu.

Lorem & Ipsum

Jonathan Kartenberg

betreibt das Restaurant eins44 in Neukölln mit Küchenchef Daniel Achilles als angesagte Fine-Dining-Location. Mit dem frisch gekürten Sternekoch Michael Schulz etablierte er das Irma la Douce als Adresse für französische Genüsse in Schöneberg. Der Onlineshop „The Good Taste“ ist sein neuester Coup: Im Lockdown schuf er einen Marktplatz für Gastronomen und Produzenten, der guten Geschmack für zu Hause liefert.

eins44

Michéle Hengst

Seit 2012 lebt die Kulturwissenschaftlerin in Berlin. Beruflich ging es für sie vom IT-Start-up zu pflanzlichen Lebensmitteln und schließlich als Geschäftsführerin von Berliner Berg zu Bier – regionale Produktion, nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln und Hopfenvielfalt sind ihre Themen. Immer mit dabei: Hund Elvis.

Berliner Berg

Thomas Pflanz

Bartender aus Passion und Erfinder des „Watermelon Man“. Auf eine juristische Karriere verzichtete er, um sich ganz der Berliner Barkultur zu widmen. Hier mixte er in Institutionen wie der Bar am Lützowplatz, Lebensstern, Victoria Bar und Windhorst Bar. Nach 35 Jahren in der Barlandschaft eröffnete er 2017 seine Hildegard Bar.

Hildegard Bar



Moderation: Aida Baghernejad

Food-Autorin bei tipBerlin – zum Thema:
Wem gehört die Phở? Eine Diskussion über kulturelle Aneignung und Inspiration, kulinarischen Rassismus und Diversität.

In den letzten Jahren werden verstärkt Debatten um „kulturelle Aneignung“ geführt, gerade und vor allem auch im kulinarischen Bereich. Aber was bedeutet der Begriff eigentlich und wo verläuft die Grenze zwischen weltoffener Inspiration, Fusionsküche und Machtmissbrauch? Gemeinsam mit Gastronom:innen aus Berlin möchten wir uns dieser Frage nähern (auf englisch).

Sophie von Oswald

Sophie und Xenia von Oswald bitten im Rocket & Basil gerne zur kulinarischen Fernreise in Brunchform. Die Küche der Oswald-Schwestern übersetzt ihre Biographien mit Einflüssen aus Australien und dem Iran, London und Berlin in Gerichte, die nach weiter Welt und Zuhause zugleich schmecken.

Rocket & Basil

Daeng Khamlaos 

Wie schmeckt Identität und Zuhause? In Daeng Khamlaos Lokal „The Panda Noodle“ kann man das nachschmecken. Sie kocht entlang ihrer thailändisch-chinesisch-hessischen Biographie und ist darüber hinaus auch im Kollektiv „Smells Like“ aktiv.

The Panda Noodle

Lauren Lee

Lauren Lee gehört zu den Streetfoodpionierinnen in Berlin. Als Fräulein Kimchi brachte sie koreanisches Kimchi, kalifornische Fusionsküche und Berliner Schnauze zusammen. Heute ist aus Fräulein Kimchi ein Streetfood- und Cateringgeschäft gewachsen, das von Weißensee aus ganz Deutschland mit Kimchi Burritos, Bibimbap und mehr versorgt. 

Fräulein Kimchi



Moderation: Clemens Niedenthal

Ressortleiter Food bei tipBerlin – zum Thema:

Die Unmittelbarkeit der Dinge – auf dem Weg zum Null-Kilometer-Restaurant

Immer mehr Restaurants dieser Stadt arbeiten direkt mit Bauern und Produzenten zusammen, manche haben sogar gleich selbst eine eigene Farm. Wie verändert diese Nähe unsere Esskultur – und das Verhältnis von Wertschöpfung und Wertschätzung? Es unterhalten sich Nadine und Tom Michelberger, der Bäcker Florian Domberger, Antonia Meiffert, Gastgeberin im Restaurant Diekmann, und ein:e Vertreter:in der nachhaltigen Landwirtschaft Gut & Bösel.


Nadine und Tom Michelberger

Das Gastronomenpaar Nadine und Tom Michelberger haben ein Stück Berliner Hotelgeschichte geschrieben: Zum ebenso stylisch wie nachhaltig konzipierten Michelberger Hotel – eine Design und Come-Together-Oase in der umtriebigen Warschauer Straße mit Bar & Restaurant – betreiben sie seit kurzem auch eine eigene Farm im Spreewald. Die weitsichtigen Berliner Gastgeber beschreiben ihre Arbeit als ein „sich ständig weiter entwickelndes modernes Familienunternehmen, eine kollektive Schöpfung, ein lebenslanges Experiment“.

Michelberger Hotel, Restaurant & Farm mit Selbstversorger-Eigenernte-Konzept

Antonia Meiffert

Antonia Meiffert repräsentiert die neue Berliner Gastronom:innen-Generation auf ebenso frische wie charmant selbstbewusste Weise. Ist sie doch – noch in ihren Zwanzigern – in die von feiner Hand modulierten Restaurantwelt ihres Stiefvaters, Kultgastronom Josef Diekmann, hineingewachsen. Die 1982 eröffnete Charlottenburger Institution mit Gründerzeitcharme hat sie nun übernommen, leicht aber mutig umgebaut und um eine Austernbar erweitert. Sie lebt den Grad zwischen weltstädtisch modern, frankophil lässig und regional mit ihrem ebenso jungen Team.

Restaurant Diekmann

Florian Domberger

Florian Domberger betreibt seit gut vier Jahren in Moabit und anderen mobilen Bäckereien (Brotbrücken) in Frohnau, Tegel und der Kreuzberger Markthalle Neun sein Domberger Brotwerk. Eigentlich ist er gar kein Bäcker, sondern Speditionskaufmann und Oberstleutnant der Reserve, was seine Leidenschaft für sehr alte, schwere und olivgrüne Lastkraftwagen erklärt. Dennoch sorgt der gebürtige Augsburger für Berlins vielleicht bestes Brot. Sein Credo: „Esst gutes Brot und redet drüber“.

Domberger Brotwerk

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